Governance & „Active Listening“
Gemeinschaftliche Steuerung über ein dreiteiliges Stimmrecht – rein über Sprache.
Von der klassischen Firma zur gemeinschaftlichen Steuerung
Am Anfang ist es notwendigerweise eine normale Firma mit einem Geschäftsführer – diese Rolle übernimmt der Gründer zunächst selbst. Sobald genug Kapital vorhanden ist und die Stiftung gegründet wurde (mit der Company als 100-%-Tochter), soll die Steuerung schrittweise auf eine Coin-basierte Governance-Struktur übergehen.
- Die Geschäftsführer-Rolle verschwindet mit der Zeit, oder
- die Mitglieder wählen den Geschäftsführer, oder
- – falls rechtlich möglich – die Organisation wird direkt von der Governance-Struktur geleitet.
Das Ergebnis: eine Firma, die allen gehört.
Das dreiteilige Stimmrecht
Coin-Halter erhalten ein Stimmrecht aus drei Komponenten:
- Beitrag – wie viel jemand investiert und gearbeitet hat.
- Kompetenz – welche fachliche Kompetenz sich jemand im Feld erarbeitet hat.
- Mensch-Stimme – als Mensch bzw. Lebewesen bekommt man grundsätzlich eine Stimme.
Wie stark diese drei Teile gewichtet werden – und in welchen Bereichen –, soll später gemeinschaftlich diskutiert und festgelegt werden.
„Active Listening“ – Sprache wird zu Daten
Kern der Willensbildung ist ein bereits entwickeltes Werkzeug namens „Active Listening“: eine KI, die natürliche Sprache in strukturierte Daten umwandelt. Damit wird ein echter Konsensprozess möglich – nicht nur das Sammeln von Sachinformationen, sondern auch das gemeinsame Aushandeln von Regelwerken.
- Informationsebene – z. B. „Hat dieses Naturheilprodukt Studien?“ Die Aussage wird der richtigen Informationsebene zugeordnet (inkl. kritischer Einordnung).
- Regelwerk-Ebene – z. B. „Der Mensch-Faktor sollte mit 70 % gewichtet werden.“ Erkennt das System, dass über das Regelwerk gesprochen wird, führt es den Nutzer visuell zu einer Übersicht.
Aussagen werden korrekt interpretiert und verändern den eigenen Beitrag an der jeweiligen Stelle. Akkumuliert über alle Menschen – zusammen mit Kompetenz und bestehendem Regelwerk – entsteht daraus fortlaufend das neue Regelwerk.
Das Besondere: Der gesamte Prozess der Konsens- und Regelbildung läuft allein über Sprache.
Regelwerk als Steuerungsinstrument
Über dieses Verfahren etabliert sich ein Regelwerk, das bestimmt, was in der Firma passieren soll – bis hin zu strukturellen Grundsatzentscheidungen wie dem Umgang mit der Geschäftsführer-Rolle. Für die Anfangskonfiguration sollen externe Experten hinzugezogen werden.